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Profil
Die Vermittlung von Kenntnissen über das deutsche Strafrechtssystem kann einen Beitrag zur Verhinderung delinquenten Verhaltens von Jugendlichen leisten. Damit Schülerinnen und Schüler Rechtsbewusstsein entwickeln können, müssen sie Gesetze kennen, sie verstehen und bejahen oder zumindest als berechtigt anerkennen. Es ist davon auszugehen, dass die Bereitschaft delinquent zu handeln mit steigender Normenakzeptanz sinkt.
Projektwochen zum Rechtskundepaket „Recht aufschlussreich“ geben Schülerinnen und Schülern der Integrierten Sekundarschulen und Gemeinschaftsschulen einen Einblick in gesellschaftliche und gesetzliche Normanforderungen der Bundesrepublik. Die Jugendlichen lernen das Strafrecht als ein Instrument zu begreifen, das die verschiedenartigen Interessen und Bedürfnisse der Bürger ordnet und wahrt. Sie sollen Gesetze als Ausdruck einer inneren Werteordnung der Gesellschaft und des Zusammenlebens wahrnehmen und sowohl sich selbst als auch andere als Inhaber von Rechten erkennen. Anhand eines selbstständig entwickelten Rollenspiels (jugendtypische Straftat) mit abschließender Verhandlung des Falles im Amtsgericht erlernen die Jugendlichen praxisnah die Grundlagen des Rechtssystems und die Aufgaben und Arbeitsweisen von beteiligten Institutionen wie Polizei, Jugendgerichtshilfe, Staatsanwaltschaft und Jugendgericht. Die dabei gewonnenen Einsichten können zu einer größeren Normenakzeptanz und Achtung des Rechtsystems und dessen Institutionen und Professionen führen. Zugleich setzen sich die Jugendlichen in den Projektwochen mit ihrer eigenen Haltung zu Gewalt und mit eigenen Gewalterfahrungen als Opfer oder Täter auseinander und lernen Handlungsalternativen zur Anwendung von Gewalt als Konfliktlösungsstrategie kennen. Dadurch wird insgesamt die Sozialkompetenz der Jugendlichen erhöht.
Die Programmagentur ist zuständig für die landesweite Organisation und Koordinierung der Umsetzung der Rechtskunde-Projektwochen in ausgewählten Berliner Haupt-, Real- und Gesamtschulen. Die Umsetzung der Schulprojektwochen erfolgt nach einem Konzept, das von der Landeskommission Berlin gegen Gewalt entwickelt wurde.
Die Aufgaben der Programmagentur sind:
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Akquise und Unterstützung von freien Trägern der Jugendhilfe, die mit der Durchführung der Projektwochen beauftragt werden,
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Aufbau und Pflege der zentralen (landesweiten) Kooperationsbeziehungen und der Kommunikation zwischen Bezirks- und Landesebene,
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Fortentwicklung des Curriculums,
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Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung,
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Organisation eines überregionalen Fachaustausches.
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Leistungen für die durchführenden Träger bzw. Einzelpersonen sind:
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Beratung bei der Planung und Durchführung von Projektwochen,
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inhaltliche und organisatorische Unterstützung beim Aufbau und bei der Pflege von Kooperationsnetzwerken zwischen Schule, Jugendhilfe, Polizei und Justiz,
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Qualifizierung der Projektbegleiter, Unterstützung bei der Selbstevaluation,
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Unterstützung bei der regelmäßigen Reflexion der Akteure im Bezirk,
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Ausgabe und Abrechnung von Personal- und Sachmitteln.
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