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Das Projekt „HaLT – Hart am Limit““ war von 2005 bis 2007 ein Bundesmodellprojekt. Seit 2008 wird „HaLT“, das an die Integrierte Suchtberatung Lichtenberg angegliedert ist, unterstützt durch die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Berlin und die Landesdrogenbeauftragte, fortgesetzt. Konfrontiert mit bundesweit steigenden Zahlen von Alkoholintoxikationen bei Kindern und Jugendlichen richtet sich „HaLT“ an riskant Alkohol konsumierende Kinder und Jugendliche.

Unter der Woche und mit einer Rufbereitschaft an den Wochenenden jeweils von 09.00 bis 12.00 Uhr erreichen wir die Kinder und Jugendlichen, die mit einer Alkoholintoxikation in Berliner Krankenhäuser eingeliefert werden. Noch am Krankenbett erfolgt dann ein erstes Gespräch, mit dem Ziel, die betroffenen Jugendlichen in das Projekt einzuladen.

Da sich das Freizeitverhalten dieser Jugendlichen häufig um den Konsum herum gestaltet, enthält „HaLT“ einen erlebnispädagogischen Anteil, dessen Ziel die Entwicklung konstruktiver und weitgehend konsumfreier Freizeitgestaltung der Jugendlichen und ihrer Peer-Group ist. Elternberatung ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des HaLT-Projektes.

Durch vielfältige erlebnispädagogische Maßnahmen wie Klettern, Hangeln im Hochseilgarten oder andere Sportaktionen werden die Jugendlichen an eine Reflexion ihres Konsumverhaltens herangeführt. Bei dem Transfer der Selbsterfahrungssituationen im Sinne von Risikominimierung werden die Jugendlichen von uns pädagogisch begleitet.

Neben der Arbeit mit Jugendlichen und ihrem sozialen Umfeld ist „HaLT“ auch als Schnittstelle zwischen Jugendhilfe, Suchthilfe, Gesundheit, Schule und Justiz zu verstehen. Auf diese Art wird jungen suchtgefährdeten Menschen eine weitgehende und tiefgreifende Unterstützung in allen Lebensbereichen angeboten.

Ziele
Bindung von suchtgefährdeten jungen Menschen an das Projekt
punktuelle Abstinenz, Konsumreduktion
Entwicklung konstruktiver und weitgehend konsumfreier Freizeitgestaltung
Förderung von Risikokompetenz

Arbeitsschwerpunkte
Begleitung
Beratung und Unterstützung
Vermittlung in weiterführende Hilfen
zielgruppenorientierte Angebote
Durchführung erlebnispädagogischer Maßnahmen
Kooperation mit Krankenhäusern, Suchthilfeeinrichtungen, Jugendhilfe, Jugendclubs, Schulen und Straßensozialarbei

Methoden
motivierende Kurzintervention
erlebnispädagogischer Risikocheck
Vermittlung von Sachwissen

Aufnahmebedingungen
Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahre (kein Abstinenzgebot, auf Wunsch auch anonym)

Das Team
Jörg Kreutziger, Dipl. Sozialarbeiter/ -pädagoge, Erlebnispädagoge (OEAV), M.Sc. Soziotherapie (i.A.)
Iris Scheuberth, Dipl. Sozialarbeiterin/-pädagogin, M.Sc. Public Health (i.A.)


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