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Profil
Aufgabenstellung
Das Projekt „Vielfalt gestaltet für Toleranz und Demokratie“ soll Schulen/Ausbildungseinrichtungen d.h.: alle am „System Schule/Einrichtung“ Beteiligten in einem längerfristigen Beratungsprozess darin unterstützen, dieses „System“ mit dem Ziel weiter zu entwickeln, Vielfalt als positiven Wert zu begreifen und zu vermitteln sowie allseits gewinnbringend zu nutzen. Der Beratungsansatz greift vorhandene Ziele der Akteure auf. Er setzt auf Mitgestaltung, Partizipation und demokratische Entscheidungsprozesse. Das Projekt zielt darauf ab, im Rahmen von Prozessen der Beteiligung und Vernetzung Vielfalt und Verschiedenheit als Ressource sowie demokratische und menschenrechtliche Normen (insbesondere im Sinne der Ziele des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes) als Bezugspunkte für die Gestaltung des Zusammenlebens erfahrbar zu machen und damit Jugendliche/junge Erwachsene zu befähigen, sich in einer offenen Gesellschaft zu orientieren.
Leitziele
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| 1. |
Die Vielfalt innerhalb der Institution sichtbar machen.
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| 2. |
Die Vielfalt des sozialen Umfelds in der Einrichtung sichtbar nutzbar machen (Vernetzung im Gemeinwesen).
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| 3. |
Die Vielfalt an Meinungen und Interessen in Entscheidungsprozessen einbinden. |
Zielgruppen
Zielgruppen des Modellprojektes „Vielfalt gestaltet für Toleranz und Demokratie“ sind (Aus-)Bildungseinrichtungen, d.h., Schulen und Trägerstrukturen im Bereich der überbetrieblichen Ausbildung und Berufsvorbereitung. Primäre Zielgruppen auf dem Weg zu einer strukturellen Veränderung der Institution sind: Leitung, Lehrer/innen und Ausbilder/innen der Schulen und Ausbildungsbetriebe sowie pädagogische Mitarbeiter/innen.
Durch die Bestandsaufnahme, die Einbeziehung von Gremien sowie den Maßnahmenplan werden aber auch Schüler/innen bzw. Azubis (Schülervertreter/innen, jugendliche Multiplikatoren) und Eltern (Elternvertretungen, Elternprojekte und Projekte zur Arbeit mit Eltern) eingebunden.
Ein zentrales Element bei der konstruktiven Gestaltung von Vielfalt ist die Öffnung der Einrichtung für die Vielfalt des sozialen Umfeldes. Um eine nachhaltige Vernetzung mit dem sozialen Umfeld zu fördern, werden weitere Gruppe in den Managing Diversity Prozess einbezogen; z.B.:
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Migrantenorganisationen;
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Träger und Projekte der interkulturellen und antirassistischen Arbeit (Prävention von Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Ethnozentrismus, Xenophobie, Sexismus und Homophobie);
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zivilgesellschaftliche Initiativen;
Träger, Einrichtungen und Projekte der Jugendarbeit, Nachbarschafts- und Gemeinwesenarbeit;
Bezirksämter (Abt. Jugend, Integrationsbeauftragte u.a. Verwaltungen);
Polizei (Landespolizeischule, Präventionsbeauftragte u. a. Dienststellen); |
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Träger, Einrichtungen und Projekte der Jugendarbeit, Nachbarschafts- und Gemeinwesenarbeit;
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Bezirksämter (Abt. Jugend, Integrationsbeauftragte u.a. Verwaltungen);
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Polizei (Landespolizeischule, Präventionsbeauftragte u. a. Dienststellen); |
Vorgehensweise
Das Projekt zielt auf die Anregung, Beratung und Begleitung längerfristiger Veränderungsprozesse, an denen alle Beteiligten des „Systems“ Schule/Einrichtung Interesse haben und mitwirken. Der Prozess muss von den maßgeblichen Entscheidungsträger/innen und Gremien gewollt und von engagierten Akteuren in der Schule/Einrichtung getragen werden top down und bottom up!
Top down: Leitung und Gremien entscheiden sich für den Prozess und bringen sich ein.
Bottom up: Pädagog/innen, Schüler/innen (bzw. Azubis) und Eltern/soziales Umfeld beteiligen sich, entwickeln Ideen und Initiativen und bestimmen den weiteren Fortgang mit. Konkret bezieht sich das Angebot von „Vielfalt gestaltet“ auf fünf Schritte:
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| 1. |
Analyse
Im Zusammenwirken mit der Leitung und Vertreter/innen aller beteiligten Gruppen ermitteln wir ein multiperspektivisches Bild von den konkreten Problemlagen und Herausforderungen, aber auch von den vorhandenen Potenzialen und Ressourcen, Kompetenzen und Visionen, um gemeinsame Leitbilder und Handlungsfelder zu bestimmen.
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| 2. |
Entscheidungen
Präsentation der Ergebnisse des 1. Schrittes in allen zuständigen Gremien, um mit den Beteiligten konkrete Ziele und ein maßgeschneidertes Handlungskonzept zu entwickeln.
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| 3. |
Implementierung
Umsetzung eines integrierten Maßnahmeplanes, der insbesondere auf die Stärkung von Kompetenzen im wertschätzenden und konstruktiven Umgang mit Vielfalt und Verschiedenheit sowie auf verantwortliche Einbeziehung aller Beteiligten in die Gestaltung des Zusammenarbeitens und Zusammenlebens abzielt. Aber auch Maßnahmen in der Öffentlichkeitsarbeit und die Optimierung der Arbeitsbedingungen können Gegenstand des Maßnahmeplans sein.
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| 4. |
Langfristige Verankerung
Sicherung eines fortlaufenden Prozesses durch strukturelle Veränderungen (Personalentwicklung, Steuerungsinstrumente/-gremien, finanzielle Ressourcen etc.).
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| 5. |
Überprüfung der Ziele
Am Ende der Umsetzung des Maßnahmeplanes und der strukturellen Ergebnissicherung steht die Überprüfung der Ergebnisse anhand der jeweiligen Ziele (d.h.: eine auswertende Analyse) als Grundlage für einen erneuten Entscheidungsprozess über notwendige Veränderungen und Maßnahmen. |
Grundsätze
Die Arbeit in diesem Modellprojekt basiert auf folgenden Grundsätzen:
Der Arbeitsansatz betrachtet die Achtung der Autonomie und Entscheidungsfreiheit der Adressat/innen (Dienstleistungsnutzer/innen), das Kontroversitätsgebot und das Überwältigungsverbot als verbindliche professionelle Standards und ist der Meinungspluralität und dem offenen Umgang mit Differenzen als Interaktions- und Diskursprinzipien sowie dem mit den Akteuren vereinbarten Vertrauensschutz verpflichtet.
Er zielt auf die Stärkung der eigenständigen Handlungsfähigkeit und Selbststeuerung der Akteure in (dementsprechend) letztlich ergebnisoffenen Prozessen ab.
Das Projektteam sieht sich insbesondere den folgenden Prinzipien/Standards verpflichtet:
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politische Unabhängigkeit
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Adressat/innenorientierung
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Einbeziehung von Minderheitenperspektiven
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Gender Mainstreaming
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Partizipation
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Prozessorientierung. |
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