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Aktionsräumeplus als neuer Strategischer Ansatz in der Stadtentwicklung
AktionsraumplusAktionsraumplus ist die Initiative des Berliner Senats, um bestehende soziale und städtebauliche Förderprogramme besser zu vernetzen. Das Ziel besteht darin, den Bewohnerinnen und Bewohnern der Aktionsräumeplus bessere Zukunftschancen zu erschließen. Das Thema Bildung hat dabei Priorität, um insbesondere jungen Menschen neue Perspektiven zu eröffnen.
Die Aktionsräumeplus sind eine gebietsübergreifende Strategie. Ziel ist es, durch die strukturelle Neuausrichtung der Berliner Stadtentwicklung eine neue Qualität stadtpolitischen Handelns zu schaffen.
Die Konzeption der Aktionsräumeplus entspringt der langen Arbeit mit den Programmen der VV-Städtebauförderung und den Ergebnissen des jährlich durchgeführten Monitorings „Soziale Stadt“. Nach der Festlegung der Kulissen für die Aktionsräumeplus und der Erstellung der Integrierten Stadtentwicklungskonzepte (INSEKs) durch verschiedene Stadtplanungsbüros wurden die Beauftragten Aktionsräumeplus ausgeschrieben. Der Geschäftsbereich der Stiftung SPI erhielt den Zuschlag für den Aktionsraumplus Wedding / Moabit. Der Ansatz ist ressort- und ebenenübergreifend und bezieht alle Teile der Verwaltung ein. Ziel ist, sowohl sozialraumorientiert als auch quartiersübergreifend zu handeln. Der Blickwinkel wird dabei über die Quartiersmanagement-Ebene hinaus auf die „Zwischenräume“ erweitert, die in keiner Förderkulisse liegen. Die Umsetzung erfolgt in hoher politischer Anbindung durch das Zusammenwirken der Verwaltung auf sozialräumlicher Ebene, durch Bündelung der Ressourcen sowie durch die Vernetzung von öffentlichen und privaten Akteuren. Zu den Aufgaben der Beauftragten gehören die Mitwirkung an der Gesamtsteuerung der Integrierten Stadtteilentwicklung, die Mitwirkung bei der programmübergreifenden sowie der fachübergreifenden Koordination, die Mitwirkung bei der Öffentlichkeitsarbeit und der Gremienarbeit im Aktionsraumplus .
Die konkrete Aufgabenbeschreibung für diese Tätigkeit blieb von Seiten des Auftraggebers jedoch lange relativ unbestimmt. Hier waren die Bezirke gefragt, die durch dieses Programm besonders unterstützt werden sollen. Alle fünf Bezirke machten sehr unterschiedlich Gebrauch von dem Programm: Im Bezirk Mitte übernahm die Federführung die Geschäftsstelle Stadtteilmanagement unter Leitung des Bezirksbürgermeisters Dr. Hanke und der Bereich Stadtentwicklung unter der Leitung des Stadtrates Herrn Gothe.
Hier wurde ein Modell der Vernetzung der Fachämter im Bezirksamt und der beteiligten Bürger entwickelt. Im Zentrum stehen die Stadtteilkonferenzen, die alle bisher engagierten Bürger in den verschiedenen Bürgerräten, Vereinen, Interessengruppen, aber auch neue interessierte Bürger auf der Prognoseraumebene zusammenfassen. Hier soll zu den Hauptthemen:
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Bildung
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Kultur und Wirtschaft
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Öffentlicher Raum
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Vielfalt und Integration
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ein Stimmungs- und Meinungsbild der Bürger erfasst werden. Diese Stadtteilkonferenzen, an denen neben den Bürgern auch die Vertreter der Fachämter und die Stadträte teilnehmen, dienen der engeren Vernetzung von Aktiven mit der Politik und Verwaltung. Mehr und mehr sind auch Quartiersmanagements dazu übergegangen, Stadtteilkonferenzen auf der Ebene des Quartiers durchzuführen. Die neue Ebene der Aktionsräumeplus -Stadtteilkonferenzen ist hier allerdings die Vernetzung über das Quartier hinaus, über das Programm „Soziale Stadt“ hinaus durch eine Einbeziehung der Kulissen für Stadtumbau, Städtischer Denkmalschutz, Aktive Zentren.
In der diesjährigen Arbeit der Aktionsräumeplus muss es gelingen, deutliche Weichen in Richtung Weiterarbeit zu stellen. Besonders im Angesicht der Wahl zum Abgeordnetenhaus im September wird die Frage der ressortübergreifenden Zusammenarbeit in der Stadtentwicklung neu bewertet, ebenso wie die Methoden, dauerhaft zu einer solchen Zusammenarbeit zu finden. Gerade in der unterschiedlichen Annahme der Dienstleistungen der Beauftragten der Aktionsräumeplus lässt darauf schließen, dass in der Politik noch keine gemeinsame Meinung erarbeitet wurde. Die Stiftung SPI sieht es als eine besondere Aufgabe an, die Kommunikation zwischen den Beauftragten und weiteren Beteiligten zu stärken, so dass ein gemeinsames Vorgehen und eine gemeinsame Außenwirkung ermöglicht werden.
Dies geschieht unter anderem auch über die Forstschreibung der INSEKS, die bereits in der Voruntersuchung erarbeitet wurden. Die Erarbeitung geschah in den meisten Fällen durch Büros, die nicht identisch sind mit den jetzigen Beauftragten. Im Bezirk Mitte wurde eine profunde Voruntersuchung durch die Büros S.T.E.R.N., Stadt, Land und Fluss und Dr. Ingeborg Beer geleistet. Leider ist das Konzept aufgrund der nicht abgestimmten Maßnahmen, die einen Schwerpunkt der Voruntersuchung bilden, nicht vom Bezirk Mitte verabschiedet worden. Dennoch hält es das Team des Aktionsraums plus für notwendig, die Voruntersuchung als wesentliche Grundlage der eigenen Arbeit und des eigenen INSEK zu nutzen und fruchtbar zu machen. Es geht also nicht um die Erstellung einer selbständigen Studie mit dem Ziel neuen Erkenntnisgewinns, sondern um eine abgestimmte Fortschreibung. Hier kann davon ausgegangen werden, dass sich die Sozial und Grunddaten der Prognoseräume nicht von Jahr zu Jahr ändern. Zudem ist ein Herunterbrechen der Daten auf Prognoseraumebene über die Erstellung der Bezirksregionenprofile einfacher zu handhaben.
Ansprechpartner:
Nicola Boelter
Fon: 030.493 001 12
Felix Dörstelmann
Fon: 030.901 833 030
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