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Aktueller Stand und Perspektiven
Der Geschäftsbereich Stadtentwicklung der Stiftung SPI bearbeitet Themenfelder der Stadterneuerung und der sozialen Stadtentwicklung.
In seiner Zielsetzung ist der Geschäftsbereich ausgerichtet auf:
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besondere soziale und stadtpolitische Aufgaben- und Problemstellungen,
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die Sicherung sozialer Standards,
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die Integration von sozial und wirtschaftlich in Not geratenen oder strukturell benachteiligten Bevölkerungsgruppen,
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ihre Versorgung mit Wohnraum,
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ihre Erwerbstätigkeit und berufliche Qualifizierung sowie
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ihre Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben,
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das Sichern preiswerten Wohnraums. |
Grundlage dieser Arbeit sind die SPI-Leitbilder der sozialen Arbeit.
Der Geschäftsbereich ist der Klientel der Jugend- und Sozialhilfe, wirtschaftlich in Not geratenen Personen, arbeitslosen Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Langzeitarbeitslosen, den freien Trägern der Jugend- und Sozialhilfe sowie soziokulturellen Trägern in seiner Arbeit besonders verpflichtet.
Die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Entwicklungen in der Stadt gestatten aufgrund der Vielschichtigkeit keine monokausalen Erklärungen. So unterliegt die zukunftsgerechte Gestaltung von Stadt nicht nur der Wahrnehmung neuer Herausforderungen und der ständigen Überprüfung, Auswertung und Weiterentwicklung von Konzepten und Strategien, sondern verlangt auch von den Protagonisten der Stadtentwicklung interdisziplinäres Denken und neue Arbeitsansätze.
Dazu wurde zwischen der Senatsverwaltung und der Stiftung SPI 1981 ein Vertrag geschlossen, der diverse Aufgaben im Spannungsfeld von Bauen und Sozialem auf den Treuhänderischen Sanierungsträger Ausnahme & Regel übertrug. Einzelne Schwerpunkte der vergangenen Jahre waren Hausbesetzungen mit den daraus erwachsenden Selbsthelferprojekten, die sozialorientierte Altbausanierung und die Umnutzung von Einzelobjekten an sozialen Brennpunkten der Stadt, die Wohnumfeldverbesserung in Verbindung mit intensiver Bewohnerbeteiligung.
Diese haben nicht nur zur Untersuchung von Gebieten auf die Notwendigkeit zur Errichtung eines erweiterten sozial-räumlichen Gebietsmanagements (dem heutigen Quartiersmanagement) geführt, sondern auch sukzessive die Notwendigkeit eines integrierten Arbeitsansatzes aufgezeigt.
Das erfordert zum einen die interdisziplinäre Fachausrichtung der Akteure und zum anderen die Betrachtung der Einzelmaßnahmen im Kontext. Die Maßnahmen sind aktiver Bestandteil eines Problemlösungsfeldes, die Quartiersentwicklung wird gleichermaßen hinsichtlich ihrer kleinteiligen lokalen Wirkung und in Bezug auf die gesamtstädtische Einbindung gesteuert.
Der vom Geschäftsbereich Stadtentwicklung bis Sommer 2007 in 3 Berliner Bezirken praktizierte Ansatz von Quartiersmanagement in Gebieten des Programms "Soziale Stadt Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf" stellt den derzeit aktuellsten Stand dieser Entwicklung dar.
Ergänzend dazu hat die anfänglich stark baulich definierte Stadterneuerung inzwischen ein komplexeres Verständnis von Stadtentwicklung erlangt. Ausnahme & Regel modifizierte und ergänzte in seinen Aktionsfeldern in den letzten Jahren sukzessive seinen Handlungsansatz. Damit erweitert der Treuhänder auch sein Selbstverständnis und seine Rolle von einem bisher überwiegend auf Umsetzung orientierten Bauherren zu einem auf Projektentwicklung und Projektbegleitung bzw. -beratung spezialisierten Dienstleister, der im Einzelfall auch die Rolle des Bauherren übernimmt.
Aus Sicht von Ausnahme & Regel geht es hierbei um die professionelle Unterstützung und Begleitung bürgerschaftlichen Engagements, das Zurverfügungstellen des eigenen, professionellen Know-Hows mit dem Ziel, gleichfalls die eigentlichen Projekte und die daran beteiligten Bürger zu qualifizieren.
Die besondere Ausrichtung des Geschäftsbereichs liegt darin, die verschiedenen eigenen Ressourcen mit denen der öffentlichen Verwaltungen, der Arbeitsverwaltung, den Wohnungseigentümern und anderen Trägern zu verbinden und mit angemessenen Partizipationsmodellen die betroffenen Bevölkerungskreise in die Planung und Umsetzung einzubinden. Diese immer noch nicht alltägliche Praxis ermöglicht auch die Realisierung schwieriger Projekte mit komplexen Aufgabenstellungen und oft divergierenden Interessenlagen und sichert im Verfahren größtmögliche Transparenz und Mitwirkungsmöglichkeit. Ausgerichtet sind die Verfahren auf das Erreichen von Konsens, was für die Realisierung und Nachhaltigkeit einen erheblichen Qualitätszuwachs bedeutet.
Ziel für Ausnahme & Regel ist auch weiterhin die Stärkung von Selbsthilfepotentialen, in Verbindung mit baulichen Prozessen. In der Projektentwicklung und -durchführung der Themenbereiche "Wohnen im Alter" , "Mehrgenerationen Wohnen", „Entwicklung innerstädtischer Wohnpotenziale“, "Senkung der Wohnkosten arbeitsloser Haushalte" und "Aneignung und Sicherung von Infrastruktureinrichtungen" sollen Schwerpunkte gesetzt werden, um Antworten auf sich abzeichnende aktuelle Bedarfe und immer dringendere Notsituationen geben zu können.
Die Betrachtung muss eine gebietsbezogene sein, so dass das Handlungsspektrum von Neubauprojekten bis zu Instandhaltungsmaßnahmen reicht.
Grundsätzlich kann Ausnahme & Regel als technischen Support bei Intervention und Prävention in problematischen Kiezen genutzt werden und den Bezirken, Wohnungseigentümern und Trägern als Unterstützung dienen, mit dem Ziel, bestehende Ansätze zu optimieren und zu ergänzen. Dies bezieht sich primär auf Beratungsleistungen, Strategienentwicklung und erst sekundär auf die Übernahme von kurzfristiger Projektdurchführung.
Allen Ansätzen und Handlungsfeldern liegt die grundsätzliche Ausrichtung des gesamten Geschäftsbereichs auf
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soziale Integration,
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Schaffung von Beschäftigung,
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Aktivierung von Selbsthilfepotentialen,
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Befähigung zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben,
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Übernahme von (Eigen-)Verantwortung,
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Entwicklung von bürgerschaftlichem Verständnis und Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements
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zu Grunde.
Ausnahme & Regel ist überzeugt, dass dieses Instrumentarium ein wesentlicher Baustein ist, um perspektivisch die soziale Stabilisierung der städtischen Gesellschaft mit all ihren Facetten voranzubringen.
Das vergangenen Jahr, das in diesem Bericht beschrieben wird, war durch massive Veränderungen für den Geschäftsbereich geprägt.
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Anfang des Jahres wurde die Ausschreibung zum Aufbau und Durchführung der Programmservicestelle PSS für das Förderprogramm „Zukunftsinitiative Stadtteil“ (ZIS) mit den 4 Programmsäulen Soziale Stadt, Stadterneuerung, Stadtumbau (West wie Ost), Bildung im Quartier gewonnen und unmittelbar mit der Strukturentwicklung und Strukturlegung sowie ersten Regeltätigkeiten begonnen. Hierbei berät die Programmservicestelle Träger und unterstützt die am Verfahren beteiligten Verwaltungen administrativ bei der Programmgestaltung und -umsetzung. Seit Anfang 2008 wurde der Aufgabenbereich um das Teilprogramm Stadtteilzentren erweitert.
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Aus formalen Gründen ist die Rolle als Umsetzer innerhalb dieser Programmkulissen im Grundsatz ausgeschlossen. Daher kam es zum 31.05.2007 zur Beendigung der langjährigen Tätigkeit in den drei Quartiersmanagementgebieten in Kreuzberg, Mitte und Schöneberg. Eine Nachbetreuung der Gebiete erfolgte bis Ende des Jahres. Die Arbeit in den Quartieren wird in diesem Jahresbericht besonders gewürdigt.
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Mit Beginn des Jahres 2007 startete das Modellprojekt Jugendräte in den Gebieten der Sozialen Stadt in 4 Gebieten (Neukölln Gropiusstadt, Schöneberger Norden, Spandau Falkenhagener Feld und Marzahn-Nord). Die Umsetzung erfolgte ab Mitte des Jahres mit zunehmender Geschwindigkeit.
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Beginn der Verfahrensbegleitung Rahmenstrategie Soziale Stadtentwicklung (Koordinierung der drei Handlungsfelder)
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Auslaufen der Abwicklungsvereinbarung zum Treuhandvertrag zu Ende 2007, Schwerpunkt Privatisierung
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Projektentwicklungs- und Bauherrentätigkeit, überwiegend in Kooperation mit der GSE |
Entwicklungsperspektiven
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Die Programmservicestelle PSS wird sich als neuer Nukleus des GB etablieren.
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Regelgeförderte Projekte sind aus förmlichen Gründen nicht mehr/nur noch als Ausnahme in den klassischen Kulissen des Geschäftsbereichs (Soziale Stadt, Stadterneuerung, Stadtumbau, Bildung im Quartier) möglich.
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Neue Kooperationspartner werden aufgeschlossen (Bundeszentrale für politische Bildung, Gesundheitsinstitutionen, private Wohnungswirtschaft).
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exemplarische Praxis (Modellprojekte) werden in den Fokus gestellt
Es wird perspektivisch keine größeren neuen Gebietskulissen in der Sozialen Stadterneuerung geben.
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Die gesamtstädtische Mehrebenen (sozial-)Raum Orientierung wird die Leitidee für zukünftiges Verwaltungshandeln sein. Dieser Prozess ist auf Mehrjährigkeit angelegt und bedarf externer Betreuung.
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