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Projektbeispiel: Meyerbeerstraße 26
Wohn- und Ateliergebäude Meyerbeerstraße 26
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Das Grundstück Meyerbeerstraße 26 befindet sich in Weißensee im Sanierungsgebiet Komponistenviertel. Es ist mit einem Wohngebäude als Vorderhaus und einem kleinen Gewerbegebäude als Quergebäude bebaut, einer für dieses Gebiet typischen Mischung. Eine Gruppe von freischaffenden Weißenseer Künstlern erwarb das Grundstück, um hier Ateliers und Wohnungen zu schaffen bzw. wieder aufzubauen.
Hauptanliegen der Künstler war dabei nicht der Erwerb einer Immobilie als Kapitalanlage sondern, die langfristige Sicherung bezahlbarer Wohn- und Arbeitsräume, was nach längerer Suche nur durch einen Kauf machbar schien. Da es für Künstler mit oftmals geringen und diskontinuierlichen Einkommen problematisch ist, bezahlbare Atelierräume zu finden, wurde die Projektidee der Initiatoren durch den Bezirk Weißensee und den Atelierbeauftragten begrüßt und unterstützt.
Aufgrund der eng begrenzten und ungesicherten finanziellen Belastbarkeit der beteiligten Künstler strebte man einen einfachen baulichen Standard insbesondere für die Ateliers an. Dies entsprach auch dem Wunsch der Gruppe nach einer Erhaltung und behutsamen Sanierung der alten Bausubstanz. Um mit den vorhandenen Fördermitteln auszukommen, brachten die Bauherrn zudem erhebliche Eigenleistungen ein, was aufgrund handwerklicher Vorkenntnisse auch bei sehr qualifizierten Arbeiten erfolgte. Interne Streitigkeiten über Umfang und Abrechnung dieser Eigenleistungen führten am Ende des Bauvorhabens zum Bruch mit dem Architekten, der zur Projektgruppe gehörte. Das Vorhaben wurde 1998 erfolgreich beendet.
Es entstanden insgesamt sieben Wohn- bzw. Ateliereinheiten. Gewerberäume im Vorderhaus, die bereits vor der Sanierung an einen Handwerksbetrieb vermietet waren, blieben als solche erhalten. In Eigenleistung gestaltete die Gruppe zum Abschluß noch den Vorgarten und den Hof des Grundstücks.
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