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Wohnumfeldeverbesserung
Die Verbesserung des Wohnumfeldes ist das klassische Mittel der Aufwertungsstrategie in den Quartieren. Der Geschäftsbereich übernimmt im Regelfall für die Bezirke Projektleitungs- und Projektsteuerungsaufgaben die Rolle des Bauherrn. Bei den Maßnahmen werden neben der reinen Baulichkeit vor allem die Aktivierung und Einbeziehung der Nutzer/-innen bzw. Anwohner/-innen angestrebt. Die Maßnahmen verschönern nicht nur, sie sollen vor allem auch kommunikative und soziale Prozesse im Quartier anstoßen und die Identität der Menschen mit dem Ort fördern. Die bauliche Maßnahme ist dabei Vehikel für die Prozesse.
Der Geschäftsbereich setzt diese Art von Projekten seit 1990 um und hat diverse Spielplätze, Schul- und Wohnhöfe sowie Stadtplätze und Freiflächen umgestaltet.
Aktuell befindet sich das Projekt Mädchenfreizeiteinrichtung „Pia Olymp“ im Bezirk Lichtenberg, Ortsteil Hohenschönhausen in der Umsetzung. Das Projekt steht im Kontext des im Stadtteilentwicklungskonzept als Vertiefungsbereich ausgewiesenen Vorplatzes des S-Bahnhofs Wartenberg, der gravierende städtebauliche und funktionale Mängel aufwies. Geprägt von überwiegend versiegelten Parkflächen, fehlenden Wegebeziehungen, mangelhaftem Vegetationsbestand und umgeben von mehreren, teilweise leerstehenden Infrastrukturbauten, konnte der Platz bisher für die Bewohner/-innen des Wohngebietes keine Aufenthaltsqualität bieten. Durch die grundlegende Umgestaltung des Platzes, der Zugänge und Parkflächen entstand ein attraktiver Ort. Er ermöglicht nicht nur den direkten Bahnhofszugang, sondern ist ein Sammel- und Treffpunkt für das umliegende Quartier geworden und nicht zuletzt mit seiner üppigen Bepflanzung zum Verweilen einlädt. Von hier gelangt man in die Naherholungs- und Freizeitgebiete Wustrower Park und Malchower Auen. Als Beitrag zur ökologischen Aufwertung wird das anfallende Regenwasser der Platzflächen und des Turnhallendaches jetzt dem lange Jahre trockenliegenden Pfuhl im Wustrower Park zugeführt.
Um eine hohe Identifikation der Anwohner/-innen mit dem neuen Platz zu erreichen, wurde die Planung intensiv mit den Beteiligten besprochen und lokale Gremien und Akteure einbezogen. Die in mehreren Bauabschnitten durchgeführten Baumaßnahmen konnten im Jahr 2007 abgeschlossen werden.
Mit der Sanierung und energetischen Ertüchtigung der am Standort ansässigen Mädchenfreizeiteinrichtung „Pia Olymp“ erfolgte eine weitere Aufwertung und Belebung des Stadtraums. Die ehemalige Schülerspeisungsgaststätte ist ein beliebter Anlaufpunkt für Mädchen und junge Frauen. Durch den 2006 erfolgten Anschluss an das Fernwärmenetz, konnte der Fortbestand der Einrichtung, die bisher über das nun abgerissene Schulgebäude versorgt wurde, gesichert werden. Im selben Bauabschnitt wurde eine Windfanganlage eingebaut und Leistungen der Gewerke Heizung, Sanitär, Elektro ausgeführt, die zu einer besseren Nutzbarkeit der Räumlichkeiten führte. Im Frühjahr 2007 wurde der Garten der Einrichtung aufgrund der übergeordneten Grünplanung verlegt und erweitert. Den Nutzern der Einrichtung stehen jetzt ein Grillplatz, Kräuterbeet und Rasenflächen zur Verfügung. Im dritten Bauabschnitt wurden ab August 2007 die Fassadenarbeiten ausgeführt. Die Stahl-/ Glasfensterelemente wurden komplett abgerissen, Brüstungen aufgemauert und neue Holz-/ Glaselemente mit Rollläden eingebaut.
Die Außentüren mussten, entsprechend dem Bedarf und baurechtlichen Vorschriften erneuert werden Im Sockelbereich wurden Abdichtungsarbeiten ausgeführt und nach dem Aufbringen eines Wärmedämmverbundsystems wird eine optische Aufwertung durch freundliche Farben erreicht. Im Eingangsbereich steht den Nutzern eine Teilfläche der Fassade für die weitere Gestaltung (Graffiti) zur Verfügung. Nach Abschluss der Hochbaumaßnahmen wurden im Frühjahr noch im Außenbereich die Traufbereiche, Müll- und Fahrradabstellflächen angelegt. Der Verein bedankte sich im Juni 2008 mit einer feierlichen Eröffnung.
Diese Tätigkeiten finden ihr vorläufiges Ende, da die Umsetzung von öffentlichen Fördermitteln, z. B. aus dem Programm Stadtumbau nicht mit der Tätigkeit des Geschäftsbereichs als Programmservicestelle PSS zu vereinbaren ist.
Eine Übertragung der gewonnen Erfahrungen auf private und halböffentliche Flächen und eine Umsetzung aus nicht-öffentlichen Mitteln ist denkbar und ein möglicher Weg, auch in Zukunft Projekte in den Großsiedlungen zu realisieren.
Ansprechpartner:
Jenny Meissner
Fon: 030.49300121
Jeanne Grabner
Fon: 030.49300123
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