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GB Strategien sozialer Integration | Netzwerke und soziales Ehrenamt
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Netzwerke und soziales Ehrenamt - Strukturschwache ländliche Regionen
Programminfo

Programmlaufzeit

2001 bis 2003

Leitung
Hartmut Brocke
Dr. Heike Riesling-Schärfe

Kontakt
eMail: info@stiftung-spi.de


Netzwerke und Soziales Ehrenamt - Strukturschwache ländliche Regionen
Im Rahmen der Programmplattform E&C ist die Regiestelle E&C auch mit der Koordination und Programmsteuerung des Programmbausteins „Netzwerke und Soziales Ehrenamt – strukturschwache ländliche Regionen“ beauftragt worden. Das Programm wurde in 13 strukturschwachen ländlichen Gebieten umgesetzt. In Abstimmung mit den Ländern wurden 13 Modellstandorte, jeweils ein Landkreis pro Flächenland, für eine Beteiligung ausgewählt.
 
Die Entwicklungschancen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in strukturschwachen ländlichen Regionen sind in besonderer Weise auf lokale Hilfe und Unterstützungssysteme vor Ort angewiesen. Es fehlt eine ausreichend dichte Infrastruktur von Freizeit-, Kultur- und Jugendhilfeangeboten, wie sie in der Stadt gegeben ist. Die professionellen Unterstützungssysteme sind entsprechend weitmaschig oder nicht vorhanden. Die Teilhabemöglichkeit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen verlangt einen hohen Grad an Mobilität, über den diese nicht selbstbestimmt verfügen können. Dort wo die Familien diese spezifischen, lokalen Benachteiligungen nicht aus eigener Kraft ausgleichen können und auch öffentlich finanzierte Hilfeangebote fehlen, sind Kinder und Jugendliche auf die vorhandenen örtlichen Strukturen ihres Gemeinwesens, der Nachbarschaftshilfe und auf unbezahlt ehrenamtlich Tätige aus der Gemeinde angewiesen.
 
Das Programm erkennt deshalb geleistetes Ehrenamt an und förderte die Entwicklung neuer und innovativer Formen ehrenamtlicher Tätigkeit von und für Kinder und Jugendliche in den ausgewählten ländlichen Räumen. Es wurden Praxisbeispiele im Bereich Ehrenamt, Selbsthilfe und bürgerschaftliches Engagement entwickelt, die sich daran orientierten, die spezifischen lokalen Defizite, z.B. im Personennahverkehr, fehlende jugendgerechte Treffpunkte etc., gezielt auszugleichen und dabei regionale Identitäten berücksichtigen. Der beruflichen Bildung kam hier ein besonderer Stellenwert zu.
 
Zentral war zudem die Erhaltung bestehender Ehrenamtsstrukturen. Diese sollten unterstützt, ausgebaut sowie neue Formen des Ehrenamts entwickelt werden. Es sollte jedoch keine Herausbildung neuer professioneller Träger sozialer Arbeit initiiert werden. Im Programmverlauf galt es anhand der Praxis zu erkunden, unter welchen Voraussetzungen und wie bestehendes soziales Engagement gefördert und nachhaltig gestützt werden kann. Auch wurde der Frage nachgegangen, welche neuen und zusätzlichen Formen sozialen Engagements in den ländlichen Räumen
benötigt werden.
 
Die Programmlaufzeit betrug drei Jahre, wobei pro Jahr (2001-2003) eine Fördersumme von bis zu EUR 33.234 (DM 65.000) pro Landkreis zur Verfügung steht. Die wissenschaftliche Begleitung des Programmbausteins erfolgte durch das Deutsche Jugendinstitut e.V.